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Hitze, Strompreise, Wärmewende: Was ein Mehrfamilienhaus resilient macht

Heißere Sommer und steigende Energiepreise treffen Mieter in Mehrfamilienhäusern besonders. Pragmatische Elektrifizierung je Wohnung, mit Solarstrom vom eigenen Dach, setzt genau dort an.

SolarMatrix GmbH · Dirk Vollmann, Mitgründer / Partnerschaften

Mehrfamilienhäuser stehen vor drei Aufgaben zugleich: Die Sommer werden heißer, Energiepreise bleiben schwer planbar, und die Wärmeversorgung muss klimaneutral werden. Bewohner von Mehrfamilienhäusern hatten bisher kaum Zugang zu eigenem Solarstrom, während Eigenheimbesitzer seit Jahren mit Photovoltaik, Speicher und Wärmepumpe ihre Kosten senken.

Drei Belastungen, ein Gebäude

  • Hitze: Der Deutsche Mieterbund hat im Juni 2026 auf Wohnungen unter dem Dach mit bis zu 46 °C hingewiesen. Kühlung wird vom Komfort zur Gesundheitsfrage, vor allem für ältere Bewohner.
  • Strompreise: In der Grundversorgung zahlen Haushalte im Oktober 2026 im Schnitt rund 40 Cent je Kilowattstunde (StromAuskunft), über alle Tarife lag der Durchschnitt im Sommer bei rund 37 Cent (BDEW). Jede Kilowattstunde vom eigenen Dach ersetzt eine, die sonst zu diesem Preis gekauft wird.
  • Wärmewende: Das Gebäudeenergiegesetz verlangt mittelfristig Heizungen mit erneuerbaren Energien. In Gebäuden mit Fernwärme oder Gas-Zentralheizung ist der Umbau teuer und langwierig.

Pragmatisch elektrifizieren, Wohnung für Wohnung

Ein resilientes Mehrfamilienhaus muss nicht in einem Zug saniert werden. Entscheidend ist, dass jede Wohnung Schritt für Schritt weniger Energie von außen braucht:

  • Luft-Luft-Wärmepumpen je Wohnung kühlen im Sommer, heizen in der Übergangszeit und laufen tagsüber mit Solarstrom. Die zentrale Heizung bleibt für den Winter.
  • Warmwasser elektrisch je Wohnung, besonders sinnvoll in Gebäuden mit Fernwärme, deren Sommerbetrieb nur für das Warmwasser läuft.
  • Keine Großumbauten an Heizung, Zählerschrank oder Hausnetz. Die Maßnahmen lassen sich je Aufgang und je Wohnung planen.

Warum WohnStrom die Basis ist

Jede Wohnung erhält ihren eigenen Solarstrom-Anteil und einen Anteil an der gemeinsamen Batterie. Der Strom wird dort verbraucht, wo die neuen elektrischen Verbraucher stehen: in der Wohnung, hinter ihrem Zähler. Es gibt keinen Stromverkauf, keine Stromabrechnung und keinen Zählertausch; die Anlage ist als Modernisierung oder pauschal umlagefähig. Jede Wohnung spart rund 270–440 € Stromkosten im Jahr (Beispielrechnung), bevor eine Wärmepumpe oder ein elektrischer Durchlauferhitzer dazukommt.

Was ein resilientes Mehrfamilienhaus ausmacht

  • Eigene Erzeugung und Speicher im Gebäude, mit festem Anteil je Wohnung
  • Kühlung und Heizung je Wohnung, unabhängig vom Zustand der zentralen Heizung
  • Niedrige laufende Kosten, die nicht am Strommarkt hängen
  • Ein Umbau, der bei der nächsten Dachsanierung beginnt und die Solarpflicht gleich erfüllt
  • Betrieb ohne Energievertrieb: Die Verwaltung aktiviert Wohnungen im Portal, mehr nicht

Häufige Fragen

Reicht der Solarstrom für eine Wärmepumpe je Wohnung? Für Kühlung im Sommer und Heizung in der Übergangszeit ja, weil dann die Sonne scheint. Im Winter heizt weiter die zentrale Anlage.

Muss die Hauselektrik erneuert werden? Für WohnStrom nicht. Für Wärmepumpe und Durchlauferhitzer prüft der Installationspartner die Zuleitung der Wohnung.

Ist das umlagefähig? WohnStrom ja, als Modernisierung oder pauschal. Für Geräte in der Wohnung gelten die Regeln der jeweiligen Maßnahme.

Quellen

  • Deutscher Mieterbund: Meldung zu Hitze in Dachwohnungen, 23.06.2026
  • StromAuskunft: Strompreise, Stand 15.10.2026 (Grundversorgung 40,36 ct/kWh bei 3.500 kWh)
  • BDEW: Strompreisanalyse, Stand 08/2026 (Haushalte 37,0 ct/kWh)
  • Gebäudeenergiegesetz (GEG) in der geltenden Fassung
  • SolarMatrix: Beispielrechnung 24 Wohnungen, 48 kWp, 96 kWh, Stand Oktober 2026

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